FC Wacker München 1903 e.V.

- In der Welt geboren, bei Wacker zu Hause -

Ein Jahr später aber rettete nur eine Aufstockung der Liga den Wacker vor dem Abstieg, was allerdings angesichts des Ausbruchs des 1. Weltkriegs ohne Bedeutung blieb. Während des Krieges wurde jeweils im Herbst und im Frühjahr in München eine Meisterschaftsrunde ausgetragen, in der sich der FC Wacker im Herbst 1918 den Titel sichern konnte.

Mit der Wiederaufnahme eines geregelten Spielbetriebs nach dem Krieg begannen die großen Jahre des FC Wacker.
Mit Alfréd Schaffer stieß im November 1920 der wohl größte Fußballer in der Geschichte des FC Wacker zum Verein. Der Ungar übernahm sofort die Trainingsleitung und führte die Mannschaft zur Meisterschaft in der Kreisliga Südbayern. Seine Spielberechtigung wurde jedoch erst kurz vor dem Ende der Gruppenspiele um die Süddeutsche Meisterschaft erteilt; zu spät, um noch das Endspiel zu erreichen. In der Saison 1921/22 aber war er von Anfang an dabei und mit dem überragenden Mittelstürmer und Dirigenten gewann der Wacker souverän die südbayerische und in drei Spielen gegen die SpVgg Fürth auch die bayerische Meisterschaft.

Mit einem 4:1 gegen den VfR Mannheim erreichte man das Finale um die Süddeutsche Meisterschaft, das am 14. Mai 1922 in Frankfurt stattfand. Der Gegner war Borussia Neunkirchen und mit einem 2:1 nach Verlängerung sicherte sich der FC Wacker als erster Münchner Verein den süddeutschen Meistertitel.

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Eine große Zahl von Münchner Fußballfreunden bereitete am folgenden Tag der Mannschaft bei ihrer Rückkehr am Hauptbahnhof einen begeisterten Empfang. Nun winkte sogar der deutsche Titel, doch nach einem 5:0 gegen Arminia Bielefeld im Viertelfinale bereitete ein 0:4 gegen den Hamburger SV im Halbfinale allen Träumen ein überraschend deutliches Ende. Dennoch eine großartige Saison, in der der FC Wacker auch international Aufsehen erregte, nicht zuletzt mit einem 5:2-Sieg bei Internazionale Mailand am Neujahrstag des Jahres 1922.Trotz dieser Erfolge kehrte der rastlose Schaffer München im Sommer 1922 den Rücken.
Sechs Jahre später, im Juni 1928, stand der FC Wacker erneut vor dem Erreichen der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft und holte Schaffer als Trainer zurück. Mit ihm auf der Bank wurde das entscheidende Qualifikationsspiel gegen den FSV Frankfurt gewonnen. Siege gegen den Dresdner SC und bei Tennis Borussia Berlin sicherten zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Einzug ins Halbfinale, das gleichzeitig auch der FC Bayern erreicht hatte. Aus dem erhofften Münchner Finale wurde jedoch nichts, denn die Bayern unterlagen dem Hamburger SV deutlich, während Wacker nach 1:0-Führung noch knapp mit 1:2 gegen den späteren Meister Hertha BSC die Segel streichen musste. Wacker gegen Bayern, das galt in jenen Jahren als “das” Münchner Derby, und zeitgenössische Aussagen lassen vermuten, dass der FC Wacker damals von der größten Fangemeinde der drei großen Münchner Fußballvereine unterstützt wurde.

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